Border

Aus England stammt der Begriff des ´mixed border´, also der Kombination von wenigen Sträuchern, einigen Gräsern und vielen Stauden. Das kombiniert mit den deutschen Pflanzen nach Lebensbereichen und dem niederländischen Feiern des Spätsommers. Und natürlich viele Bodendecker...

Zittergras & Blutstorchschnabel

Der Gärtner hatte viele Jahre Zeit über diese Fläche am sonnigen, trockenen Rand der alten Birkengruppe nachzudenken. Der Platz war bislang für Spielgerät reserviert. Ob sich das Nachdenken gelohnt hat, kann ernsthaft erst in drei Jahren beurteilt werden. Und wieder heißt es warten...

Am Sitzplatz

Die patchworkartige Naturstein-Pflasterung liegt eingerahmt von Staudenbeeten in der Mitte des Gartens. Im zugehörigen Beet wachsen eine mahagony-rote Strauchpfingsrose, verschiedene Sorten Salvia nemorosa, roter Staudenklee und Astern.

Gewitterwolke und Roter Donner

Klingen indianisch und kommen auch aus Nordamerika. Neue Sorten der Gattungen Sanguisorba, Indianernessel und Purpursonnenhut kommen zur Zeit viele auf den Markt. Dieses Beet zeigt, dass auch der August im Staudengarten viel zu bieten hat.

Die Efeuhecke

Trockener Schatten stellt für den Planer ein schwieriges, aber nicht unlösbares Problem dar. Efeu verträgt mehr Trockenheit als Buchs, Luzula mehr Trockenheit als Carex. Auch Bergenien und Tellima vertragen Trockenheit sehr gut. Im Spätsommer blüht Anemone Pamina und breitet sich Jahr für Jahr unter den Birken weiter aus.

An den Hartriegeln

Unter den Cornusarten, die seit Jahrzehnten im Garten sind, wachsen Sterndolde, Carex und Judaspfennig. Verschiedene Funkien haben sich zu alten Exemplaren entwickelt, darunter die große, gelblaubige Hosta ´Sum and Substance´. Zusammen mit Wiesenraute Thalictrum delavayi spielt sie Harfe und Pauke, ein Highlight in diesem Bereich.

Die Buche

Als Formgehölz lassen sich auch große Parkbäume in kleinräumigen Situationen sinnvoll einsetzen. Das Beet an der 2x/Jahr geschnittenen Rotbuche vor der dunklen Eibenhecke beherbergt Schaublatt, Silberkerze und Blaublattfunkie. Etwas Besonderes: Thalictrum ´Elin´, eine Wiesenraute mit 2,50 m hohen Stielen.

Samt und Silber

Das große Schattenbeet mit Samthortensie und silbrig-grauem Laub von Lungenkraut, Regenbogenfarn und Brunnera ´Jack Frost´ ist nicht nur im Frühjahr sehenswert. Dann blühen Narzissen, Scilla, die weiße Pachyphragma und viele weitere Schattenstauden, die den Lichteinfall vor dem Laubaustrieb zum Blühen nutzen. Rotfärbende Gillenia und später Eisenhut sind Höhepunkte im Herbst.

Die Eiche

Nach vielen Jahren hat sich ein Gleichgewicht unter den Waldstauden in diesem Beet eingependelt. Mandelwolfsmilch und Frauenhaarfarn haben sich breit gemacht, das Goldflattergras sucht sich regelmäßig neue Plätze. Aaronstab und Elfenblume verteidigen erfolgreich ihr angestammtes Terrain. Neu dazu gekommen: Boehemeria platanifolia.

Hahnendorn und Feuerahorn

In 15 Jahren haben sich die Sträucher zu großen Exemplaren entwickelt. In ihrem Schatten wachsen Stauden des humosen, halbschattigen Gehölzrandes. Japan-Ahorn, Perlschweif und eine eichenblättrige Hortensie sind später gepflanzt worden.

Unter den Birnen

Irgendwann erhält das Schattenbeet an der Westseite des Hauses einen neuen Namen, da alle Birnenbäume der ersten Stunde Stürmen zum Opfer gefallen sind. Seit einigen Jahren wächst ein Sinocalycanthus chinensis in der Mitte des Beetes. Ein deutscher Name dieses erst in den 90er eingeführten Strauches: Die Scheinmagnolie...

Rote Blätter, rote Blüten

Das Beet vor der geschnittenen Windschutzhecke aus Laubgehölzen variiert das Thema Rot in Blüten und Blättern. Die Anregung zur Kombination von Staudenclematis und armenischem Storchschnabel entstammt dem Geraniumbuch des niederländischen Staudengärtners Coen Jansen. Definitiv ein Highlight in diesem Beet: Aralia californica, 2,5 m x 2,5 m groß mit 80 cm langen Fruchtständen im Spätsommer.

Die Knöterichrabatte

Keine Angst vor (Stauden-)Knöterich! Die Sorten von Persicaria amplexicaule haben sich ihren wilden Charakter bewahrt und passen sehr gut zu einen modernen, naturhaften Gartengestaltung. Blütezeit: 3 Monate. Riesenknöterich mit dem schönen Namen Aconogonon 'Johanniswolke' und der rotlaubige Physocarpus ´Diabolo´ bilden die Basis des Beetes.

Hochsommerrabatte

Die spätsommerliche Kombination aus Gelb, Rot und Braun ist ein Klassiker aus Bauerngärten und nordamerikanischen Prärien. Sonnenhut und Sonnenbraut, Goldrute und Gartensandrohr, alle überragt von Giraffenscabiose und dem 2 m hohem Mädchenauge Coreopsis tripteris.

Das gelbe Beet

Es gibt viele schöne, in gelb blühende Stauden, die es lohnen in den Garten geholt zu werden. Weniger schön ist es, die starke Wirkung der Farbe Gelb überall im Garten zu verteilen. Also zusammen ziehen, noch etwa rot und orange dazu und fertig ist ein gelbes Beet.

Clematis und Winterkirsche

Die Winterkirsche hat das Jahr 2008 nicht mehr erlebt. Ein Sassafras albidum wächst nun an ihrer Stelle neben dem Klettergerüst für Rosen und Clematis. Akelei und Wiesenraute lieben diesen teils halbschattigen Platz im Frühsommer; im Spätsommer gehen weiße Anemone und das Riesenpfeifengras eine innige Verbindung ein. Ganz neu in der Erprobung: die noch wenig bekannte Großstaude Amicia zygomeris.

Storchschnabel und Frauenmantel

Wer zuerst diese Kombination in die Gärten gepflanzt hat, ist unbekannt und auch nicht wichtig. Sie funktioniert auch in diesem Jahrhundert, modernisiert mit Geranium ´Rosanne´, G. ´Rosemoor, Rosa ´Graham Thomas´ und Clematis × jouiniana 'Praecox'.

Steingarten

Vielmehr als eine Bank und 2 Töpfe passen nicht auf die kleine Sitzfläche vor der Garagenwand. Im Frühling und Herbst, wenn warme Tage seltener sind, ein beliebter Ort im Garten. Ein Platz an der Sonne...

Die Trockenmauer

Viele Jahre entzogen zwei Birken dem pastellfarbigen Beet das Wasser. Nun sorgt eine Mauer aus Grauwacke für ähnlich sommertrockenes Milieu. Iris und Mohn. Brandkraut und Spornblume, Gaura und Steinquendel. Immer was los hier.

Im Hof

Pflanzstreifen mit Gingkobaum vor der nachbarlichen Hainbuchenhecke. Ein Mönchspfeffer, Rosa ´Schneewitchen´, Meerkohl und Riesenfedergras strukturieren die Fläche. Der Rest sind Stauden...

Steppenheide

Ein Wall aus Bauschutt hätte nur mit großem Aufwand entsorgt werden können. Statt dessen wurde der Boden mit Kalkstein weiter "verbessert" und so ein idealer Pflanzplatz für Sommertrockenheit und nährstoffarmen Boden liebende Pflanzen geschaffen.